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Wincor Nixdorf halten


06.04.2009
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Gordon Schönell, stuft die Wincor Nixdorf-Aktie (ISIN DE000A0CAYB2 / WKN A0CAYB) von "kaufen" auf "halten" herab.

Wincor Nixdorf habe am 19.01.2009 die Zahlen zum ersten Quartal (01.10. bis 31.12.) des Geschäftsjahres 2008/09 veröffentlicht. Diese hätten angesichts der Zuwächse deutlich positiv überraschen können, da sowohl die Analysten als auch der Markt im Vorfeld von rückläufigen Umsätzen und Erträgen ausgegangen seien.

Das Umsatzwachstum habe bei 7% gelegen, wobei Wincor Nixdorf im Berichtszeitraum von der USD-Entwicklung habe profitieren können. Bereinigt um diese Währungseffekte habe das Wachstum bei 5% gelegen. Die im vergangenen Geschäftsjahr getätigten Übernahmen hätten 13 Mio. EUR zum Umsatz beigesteuert.

Auf Segmentebene sei das Geschäft mit den Banken, welches um 12% auf 456 Mio. EUR habe zulegen können, der Wachstumstreiber gewesen. Hier hätten sich auch die Akquisitionen niedergeschlagen. Wincor profitiere von einem anhaltenden und unverändert starken Wettbewerb im Bankensektor, der das Kostenbewusstsein entsprechend erhöhe. Dies schlage sich beispielsweise in der steigenden Automatisierung von immer mehr Prozessen oder IT -Standardisierungen nieder.

Im Retail-Segment, welches bereits das Geschäftsjahr 2007/08 mit einem negativen Wachstum abgeschlossen habe, seien die Umsätze um 3% rückläufig gewesen. Hier sei zwar zu erkennen, dass Rationalisierungsinvestitionen ein Thema seien und viele Handelskonzerne ihre Expansionsbestrebungen fortsetzen würden, dennoch reagiere die Branche empfindlicher auf die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Produktbezogen habe sich insbesondere das margenstarke Software und Service-Geschäft als Treiber erwiesen. Die Umsätze mit diesen Dienstleistungen seien gegenüber dem Vorjahresquartal um 12% auf 273 Mio. EUR gestiegen. Im Hardwaregeschäft seien die Umsätze um 4% auf 373 Mio. EUR gestiegen.

Die EBITA-Marge im Konzern habe sich von 8,6% auf 8,7% verbessert. Während sich die Brutto-Marge (ohne Carve-out Effekte) infolge von einigen Großprojekten mit weniger guten Margen von 26,6% auf 25,7% verschlechtert habe, falle vor allem die Reduzierung der Vertriebs- und Verwaltungskostenquote von 14,0% auf 13,3% auf. Hier würden Maßnahmen im Rahmen des Effizienzsteigerungsprogramms Prolmprove greifen, welches darauf abziele, die Kosten für Vertrieb und Verwaltung zu begrenzen bzw. weiter zu reduzieren.


Der Vorstand habe zuletzt im Markt kursierenden Gerüchten, wonach der Konzern unmittelbar vor einer Gewinnwarnung stehe, eine Absage erteilt. Die Ziele, die im Rahmen der Veröffentlichung der guten Q1-Zahlen genannt worden seien, hätten demnach weiter Gültigkeit. Diese Ziele würden vorsehen, im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatz und ein EBITA auf dem Niveau des Vorjahres zu erzielen. Der Optimismus begründe sich, vor allem mit Blick auf die mittelfristige Wachstumsperspektive, in den Chancen, die Wincor Nixdorf in Bezug auf Rationalisierungsanstrengungen bei Banken und Handelsunternehmen sehe. Diese Rationalisierungsmaßnahmen seien notwendig, um die Marge zu stützen, denn diese Branchen seien durch einen intensiven Wettbewerb gekennzeichnet.

Letzten öffentlichen Äußerungen des Vorstandsvorsitzenden Heidloff nach, sei die Unsicherheit in Bezug auf diese Ziele allerdings größer geworden. Die Finanzierungsprobleme der Kunden würden wachsen. Dies sei, nicht überraschend, vor allem in Osteuropa der Fall. Deshalb müsse der Konzern angabegemäß kämpfen, um die eigenen Jahresziele zu schaffen. Diese Äußerungen würden die Analysten skeptischer als noch zuletzt stimmen. Um die Kosten zu reduzieren, habe der Konzern Kurzarbeit eingeführt.

Im Segment Retail, in dem der Umsatz bereits in den letzten beiden Geschäftsjahren rückläufig gewesen sei, bestünden vor allem Chancen in einer Umgestaltung der Check-out-Bereiche. Nahezu ein Viertel der Kosten zur Betreibung eines Retail-Stores würden im personal- und damit kapitalintensiven Kassenbereich anfallen. Die Neu-Installation von Self-Checkout-Systemen biete hier Potenzial. Das reine Ersatzgeschäft in diesem Bereich sei nach Angaben des Managements allerdings rückgängig.

Im Finanzsektor sei derzeit wieder eine Konzentration auf das Retail-Geschäft zu erkennen, was gut für das Geschäft von Wincor Nixdorf sei. Eine wahrscheinlich damit einhergehende Konsolidierung erfordere einheitliche Lösungen. Die Analysten würden im laufenden Geschäftsjahr mit stabilen Umsätzen im Segment Banking und im Retailgeschäft mit Umsätzen, die um 6% unter dem Niveau des Vorjahres liegen sollten, kalkulieren.

Die langfristige Wachstumsstrategie baue auf vier Säulen auf. Dazu zähle die globale Expansion basierend auf der Marktführerschaft in Deutschland. In den Regionen Asien/Pazifik/Afrika sei es das Ziel der Gesellschaft, sich einen Platz unter den ersten Anbietern zu erkämpfen. Im wichtigen amerikanischen Markt, in dem vor allem die Konkurrenten Diebold und NCR stark seien, werde ein deutlicher Ausbau der eigenen Position angestrebt. Des Weiteren basiere die Wachstumsstrategie auf Innovationen. Die F&E-Ausgaben würden deshalb nach letzten Aussagen auf einem hohen Niveau bleiben. Die beiden anderen Säulen seien der Ausbau der High-End-Services und die Expansion in benachbarte Branchen.

Die Aktie habe am heutigen Tag das Kursziel der Analysten von unverändert 39 EUR nahezu erreicht.

Infolgedessen raten die Analysten vom Bankhaus Lampe zunächst zu Gewinnmitnahmen und reduzieren ihre Anlageempfehlung für die Wincor Nixdorf-Aktie auf "halten". Seit ihrer letzten Studie habe der Kurs um 13% zugelegt. Im Vergleich zum MDAX entspreche dies einer Outperformance von ca. 11%. (Studie "MDAX-Guide Frühjahr 2009" vom 06.04.2009) (06.04.2009/ac/a/d)




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